DE EN IT

~/betrugsmaschen erklärt / microsoft-support-anruf-betrug

Falscher Microsoft-Support: Anruf oder Virus-Pop-up

Betrüger geben sich als Mitarbeiter von „Microsoft“ oder „Windows-Support“ aus. Sie behaupten, Ihr Computer sei infiziert, und wollen Zugriff auf Ihr Gerät und Geld.

So funktioniert die Masche

  1. Ein Anrufer meldet sich als angeblicher Microsoft- oder Windows-Support und sagt, Ihr Computer sei gehackt oder voller Viren.
  2. Oder auf dem Bildschirm erscheint ein Pop-up mit lauter Warnung, das nicht weggeht und eine Nummer zum Anrufen nennt.
  3. Sie sollen ein Programm für Fernzugriff installieren, damit der „Techniker“ das Problem „beheben“ kann.
  4. Mit dem Zugriff sehen die Täter Ihren Bildschirm, öffnen das Online-Banking oder installieren Schadsoftware.
  5. Am Ende verlangen sie Geld für die „Reparatur“ oder ein „Schutzabo“, oft per Karte oder Gutscheincode.

Woran Sie sie erkennen

Was Sie jetzt tun sollten

Schon geklickt oder bezahlt?

  1. Trennen Sie den Computer sofort vom Internet und deinstallieren Sie das Fernzugriffsprogramm.
  2. Ändern Sie von einem anderen, sauberen Gerät aus alle wichtigen Passwörter, zuerst E-Mail und Online-Banking.
  3. Rufen Sie Ihre Bank über die Nummer auf Ihrer Karte an und lassen Sie Karte und Zugänge bei Bedarf sperren.
  4. Lassen Sie den Computer von einer vertrauenswürdigen Fachperson prüfen oder neu aufsetzen.
  5. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und melden Sie den Fall der Verbraucherzentrale.

Häufige Fragen

Ruft Microsoft wirklich bei Privatpersonen an?

Nein. Ein Anruf, der ungefragt wegen eines angeblichen Virus kommt, ist ein typisches Merkmal dieser Masche. Die Täter missbrauchen den Namen eines bekannten Unternehmens.

Was ist, wenn mein Bildschirm blockiert ist und ein Pop-up eine Nummer zeigt?

Das ist nur eine Webseite, kein echter Alarm Ihres Computers. Schließen Sie den Browser, notfalls über den Task-Manager, und rufen Sie die angezeigte Nummer nicht an.

Ich habe nur kurz mit dem Anrufer gesprochen. Ist das schlimm?

Das Gespräch allein ist meist harmlos. Kritisch wird es, wenn Sie ein Programm installiert, Daten genannt oder Geld bezahlt haben. Dann gelten die Schritte unter „Schon passiert“.

Weitere Maschen

Allgemeine Hinweise, keine Rechtsberatung. Im Schadensfall Bank und Polizei einbeziehen.