~/betrugsmaschen erklärt / paket-sms-betrug
Fake-Paket-SMS: „Zustellung gescheitert“
Sie erhalten eine SMS, ein Paket könne nicht zugestellt werden. Es handelt sich um eine falsche Nachricht im Namen eines Paketdienstes, die Sie zu einem Link locken will.
Eine konkrete Nachricht erhalten?
Fügen Sie den Text in den Betrugs-Check ein und bekommen Sie in Sekunden eine Einschätzung, ohne Anmeldung.
So funktioniert die Masche
- Sie bekommen eine SMS, angeblich von einem Paketdienst: „Zustellung gescheitert“ oder „Paket wartet auf Sie“.
- In der Nachricht steht ein Link, über den Sie einen neuen Zustelltermin wählen oder eine kleine Gebühr zahlen sollen.
- Der Link führt auf eine nachgebaute Seite, die dem echten Paketdienst täuschend ähnlich sieht.
- Dort sollen Sie Name, Adresse und Kartendaten eingeben, manchmal auch einen Code aus einer Bank-SMS bestätigen.
- Die Täter nutzen Ihre Daten, um Geld abzubuchen oder Ihr Konto zu übernehmen. Oft erwarten Sie tatsächlich ein Paket, das macht die Masche glaubwürdig.
Woran Sie sie erkennen
- Sie erwarten gar kein Paket oder kennen den Absender der Sendung nicht.
- Die SMS kommt von einer unbekannten Nummer und nennt keinen Namen und keine Sendungsnummer.
- Es wird Zeitdruck gemacht: Das Paket werde sonst zurückgeschickt oder vernichtet.
- Für eine Zustellung soll plötzlich eine kleine Gebühr bezahlt werden.
- Der Link wirkt seltsam, ist verkürzt oder die Adresse passt nicht zum Paketdienst.
- Die Sprache ist holprig oder enthält Fehler.
Was Sie jetzt tun sollten
- Tippen Sie nicht auf den Link und antworten Sie nicht auf die SMS.
- Prüfen Sie Ihre Sendung selbst: Öffnen Sie die offizielle App oder Webseite des Paketdienstes oder des Shops, bei dem Sie bestellt haben.
- Geben Sie niemals Kartendaten, Passwörter oder Codes aus einer SMS weiter.
- Löschen Sie die Nachricht und blockieren Sie die Nummer.
- Melden Sie die SMS bei Ihrem Mobilfunkanbieter oder der Verbraucherzentrale und warnen Sie Familie und Freunde.
Schon geklickt oder bezahlt?
- Nur auf den Link getippt: Schließen Sie die Seite, geben Sie nichts ein und laden Sie keine App herunter.
- Daten eingegeben: Ändern Sie sofort das Passwort der betroffenen Konten und rufen Sie Ihre Bank über die Nummer auf Ihrer Karte an.
- Kartendaten oder Codes weitergegeben: Lassen Sie die Karte sperren und prüfen Sie Ihre Abbuchungen.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und heben Sie Screenshots der Nachricht auf.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich eine echte Paket-Benachrichtigung?
Echte Nachrichten lassen sich in der offiziellen App oder im Kundenkonto des Shops nachprüfen. Bezahlen müssen Sie für eine normale Zustellung nicht per Link in einer SMS.
Ich erwarte wirklich ein Paket. Was nun?
Gerade dann lohnt sich Vorsicht. Öffnen Sie die offizielle App oder Seite selbst und geben Sie dort Ihre Sendungsnummer ein, statt den Link der SMS zu benutzen.
Soll ich die Nummer zurückrufen?
Nein. Antworten oder Zurückrufen bestätigt den Tätern, dass Ihre Nummer aktiv ist. Löschen und blockieren ist der sichere Weg.
Weitere Maschen
- Fake-Bankmail: „Konto gesperrt“ und „TAN-Verfahren erneuern“
- Fake-PayPal-Mail: „Konto eingeschränkt“ und „verdächtige Zahlung“
- Fake-Amazon-Mail: Bestellung, Prime, Konto gesperrt oder Rückerstattung
- „Hallo Mama, neue Nummer“: der WhatsApp-Betrug mit dem falschen Kind
- Betrug bei Kleinanzeigen: der falsche Käufer mit dem „sicheren Zahlungslink“
- Fake-Shop erkennen: woran Sie falsche Online-Shops sehen
- Gewinnspiel-Betrug: warum „Sie haben gewonnen“ oft eine Falle ist
- Falscher Microsoft-Support: Anruf oder Virus-Pop-up
- Falscher Bankmitarbeiter: Wenn die Bank anzurufen scheint
- Krypto-Anlagebetrug: Fake-Werbung mit bekannten Gesichtern
- Steuerrückerstattung-Phishing: falsche Mails von Ämtern
Allgemeine Hinweise, keine Rechtsberatung. Im Schadensfall Bank und Polizei einbeziehen.