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„Hallo Mama, neue Nummer“: der WhatsApp-Betrug mit dem falschen Kind
Betrüger schreiben per WhatsApp oder SMS und geben sich als Ihr Kind aus, das angeblich eine neue Handynummer hat. Kurz darauf bitten sie dringend um eine Überweisung.
Eine konkrete Nachricht erhalten?
Fügen Sie den Text in den Betrugs-Check ein und bekommen Sie in Sekunden eine Einschätzung, ohne Anmeldung.
So funktioniert die Masche
- Sie erhalten eine Nachricht von einer unbekannten Nummer, zum Beispiel „Hallo Mama, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Nummer“.
- Die Betrüger bauen mit ein paar freundlichen Zeilen Vertrauen auf und bitten Sie, die neue Nummer zu speichern.
- Dann folgt eine Notlage: eine Rechnung, die heute noch bezahlt werden muss, und das eigene Online-Banking funktioniere gerade nicht.
- Sie sollen schnell Geld überweisen, oft an ein Konto einer angeblichen dritten Person.
- Nach der ersten Zahlung kommen häufig weitere Forderungen, bis Sie misstrauisch werden oder nichts mehr überweisen.
Woran Sie sie erkennen
- Die Nachricht kommt von einer Nummer, die Sie nicht kennen, und behauptet, die alte Nummer sei nicht mehr in Gebrauch.
- Es wird kein Name genannt, oder die Anrede ist ganz allgemein, zum Beispiel „Mama“ oder „Papa“.
- Es geht schnell um Geld, und das Kind kann angeblich nicht selbst überweisen und nicht telefonieren.
- Es herrscht Zeitdruck: Die Zahlung müsse „heute noch“ erfolgen.
- Das Kind lehnt einen Anruf oder eine Sprachnachricht ab, mit Ausreden wie „das Mikrofon ist kaputt“.
- Das Profilbild fehlt oder ist neu, und der Schreibstil passt nicht zu Ihrem Kind.
Was Sie jetzt tun sollten
- Überweisen Sie nichts, solange Sie nicht sicher sind, wer wirklich schreibt.
- Rufen Sie Ihr Kind unter der Nummer an, die Sie schon lange kennen, oder fragen Sie über eine andere Person aus der Familie nach.
- Stellen Sie eine Frage, die nur Ihr Kind beantworten kann, und antworten Sie nicht auf Druck.
- Blockieren Sie die Nummer und melden Sie sie in WhatsApp über die Funktion „Melden“.
- Warnen Sie Familie und Freunde, denn dieselbe Masche wird oft an viele Menschen geschickt.
Schon geklickt oder bezahlt?
- Haben Sie schon überwiesen, rufen Sie sofort Ihre Bank an, und zwar unter der Nummer, die Sie von Ihrer Karte oder Ihrem Vertrag kennen. Fragen Sie, ob die Zahlung noch gestoppt werden kann.
- Sammeln Sie alle Beweise: Screenshots der Nachrichten, die Nummer, den Zahlungsbeleg.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Eine Rückholung des Geldes ist nicht garantiert, aber die Anzeige ist wichtig.
- Haben Sie Codes oder Zugangsdaten weitergegeben, ändern Sie sofort Ihre Passwörter und lassen Sie bei Bedarf Karte oder Zugang sperren.
Häufige Fragen
Woher haben die Betrüger meinen Namen und den meines Kindes?
Oft gar nicht: Die Nachricht ist allgemein gehalten und geht an sehr viele Nummern. Wer antwortet, wird dann gezielter angeschrieben. Manchmal stammen Angaben aus öffentlichen Profilen.
Was, wenn die Nachricht wirklich von meinem Kind sein könnte?
Dann rufen Sie die bekannte Nummer an oder schreiben Sie dort. Echte Kinder haben Verständnis dafür, dass Sie kurz nachfragen. Überweisen Sie erst, wenn Sie die Person sicher erkannt haben.
Kann ich so etwas melden?
Ja. Blockieren und melden Sie die Nummer im Messenger, erstatten Sie bei Schaden Anzeige bei der Polizei und informieren Sie eine Verbraucherschutzstelle.
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Allgemeine Hinweise, keine Rechtsberatung. Im Schadensfall Bank und Polizei einbeziehen.