So sieht die Meldung aus
421-4.7.0 [203.0.113.10] Our system has detected an unusual rate of unsolicited mail originating from your IP address.Häufige Ursachen
- Plötzlicher Anstieg des Versandvolumens, etwa durch einen Newsletter von einer neuen IP ohne Reputation.
- Fehlender oder nicht passender PTR-Record (Reverse DNS), bei IPv6 von Gmail besonders streng geprüft.
- Spam-Beschwerden oder ein kompromittiertes Postfach, das Spam versendet.
- Fehlende SPF-/DKIM-Authentifizierung verschlechtert die Bewertung zusätzlich.
Prüfen
- Größe der Queue prüfen
mailq | tail -n 1 - Absender mit den meisten Mails in der Queue ermitteln
mailq | awk '/^[0-9A-F]/ {print $7}' | sort | uniq -c | sort -rn | head - PTR der ausgehenden IP prüfen
dig -x 203.0.113.10 +short - Anzahl der 421-Zurückstellungen im Log zählen
journalctl -u postfix --since today | grep 'status=deferred' | grep -c ' 421'
Lösung
- Postfix die Wiederholungen selbst erledigen lassen – nicht ständig
postqueue -fausführen, das verschärft die Drosselung. - PTR setzen, der zum HELO-Namen passt, und den Namen wieder auf die IP auflösen lassen (Forward-Confirmed rDNS).
- Kompromittierte Konten sperren, Passwort zurücksetzen und Spam gezielt mit
postsuper -d <QueueID>aus der Queue löschen. - Versand zu großen Providern bremsen, z. B. mit eigenem Transport und
smtp_destination_rate_delaybzw. niedrigerersmtp_destination_concurrency_limit. - Neue IPs langsam aufwärmen und Reputation in den Google Postmaster Tools beobachten.
Häufige Fragen
Gehen die Mails bei 421 verloren?
Nein. 4xx ist ein temporärer Fehler. Postfix hält die Mails in der Queue und versucht es bis maximal_queue_lifetime (Standard 5 Tage) erneut.
Warum betrifft es nur IPv6?
Gmail verlangt für IPv6-Absender einen gültigen PTR und Authentifizierung. Fehlt der PTR, entweder ihn setzen oder Postfix mit smtp_address_preference = ipv4 auf IPv4 bevorzugen lassen.