Jedes Jahr vor Black Friday und Weihnachten das gleiche Bild: Pakete, die angeblich nicht zugestellt werden können, Abos, die „in 72 Stunden“ auslaufen, Fake-Shops mit bekannten Namen. Wer im Support arbeitet, kennt die Anrufe danach. Deshalb habe ich ein Betrugs-Radar gebaut: eine Seite, die die aktuellen Betrugsmaschen in einfachen Worten erklärt, damit man sie erkennt, bevor man klickt.
Was man dort findet
Jede Meldung hat dieselbe Form: was die Masche ist, wie sie funktioniert und was man tun sollte. Dazu ein Link zur Quelle und Knöpfe, um die Warnung per WhatsApp oder Telegram an Eltern und Freunde weiterzuleiten. Die Seite gibt es auf Deutsch, Englisch und Italienisch, ohne Cookies und ohne Tracking.
Die 5 Warnzeichen
- Zeitdruck oder Drohung: „Konto gesperrt“, „letzte Mahnung“, „Zustellung gescheitert“.
- Du sollst etwas antippen: einen Link öffnen, eine App installieren, Daten eingeben.
- Der Absender passt nicht: andere Domain, seltsame Nummer, Rechtschreibfehler.
- Es geht um Geld oder Zugangsdaten: Passwörter, TAN oder Codes fragt keine Bank per Mail, SMS oder Anruf ab.
- Es klingt zu gut, um wahr zu sein: Gewinn, Rückerstattung, sicherer Krypto-Gewinn.
Im Zweifel: nichts antippen, nicht unter der Nummer aus der Nachricht zurückrufen, sondern die offizielle App oder Webseite selbst öffnen. Schon geklickt oder Daten eingegeben? Passwort sofort ändern, Bank anrufen, Karte sperren lassen und Anzeige erstatten.
So funktioniert es im Hintergrund
Das Radar pflegt sich selbst. Der Ablauf, den ich in n8n gebaut habe:
n8n (08:00 und 16:00)
│ liest öffentliche Warnseiten (Watchlist Internet, Mimikama)
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KI-Modell (IONOS)
│ wählt echte Betrugswarnungen aus, schreibt Titel, Erklärung
│ und Tipp auf Deutsch, Englisch und Italienisch
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scam-ingest.php auf der Website
│ nimmt nur Anfragen vom n8n-Server an (IP-Liste, kein Passwort)
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Python-Skript baut die Seiten (DE/EN/IT), den RSS-Feed und die Sitemap
Zwei Regeln waren mir wichtig. Erstens darf das Modell nur Fakten aus dem Quelltext verwenden und keine Zahlen, Namen oder Beträge erfinden. Zweitens steht bei jeder Meldung die Quelle, damit man nachlesen kann. Der Eingang auf der Website kennt kein geteiltes Passwort, das irgendwo im Klartext liegen könnte: Er akzeptiert Anfragen nur von den Adressen des n8n-Servers.
Grenzen
Die Auswahl läuft automatisch und kann Fehler enthalten. Wer einen Fehler findet, schreibt mir, und ich ziehe den Eintrag zurück. Das Radar ersetzt keine Rechtsberatung und keine offizielle Warnung; es ist eine Hilfe, um Betrug schneller zu erkennen.
Und wenn du unsicher bist?
Für eine einzelne verdächtige Nachricht gibt es den Betrugs-Check: Text einfügen, in Sekunden eine Einschätzung bekommen, ohne Anmeldung. Das Radar zeigt, was gerade im Umlauf ist; der Check hilft bei der Nachricht, die gerade bei dir angekommen ist.