Warum die TTL vorher gesenkt werden muss
Die TTL bestimmt, wie lange Resolver einen DNS-Eintrag zwischenspeichern. Steht sie auf 24 Stunden, kann nach einer Änderung noch bis zu einen Tag die alte IP ausgeliefert werden. Deshalb wird die TTL mindestens so lange vor dem Umzug gesenkt, wie die alte TTL beträgt — erst dann haben alle Caches den niedrigen Wert.
Typische Stolpersteine
- NS-Delegation: Die TTL der Nameserver-Einträge bei der Registry (oft 24 h oder mehr) lässt sich nicht selbst senken. Beim Nameserver-Wechsel müssen alte und neue Server identisch antworten.
- Mindest-TTL: Manche Resolver erzwingen eine Untergrenze; „300 Sekunden“ wirkt nicht überall exakt.
- Negatives Caching: Nicht vorhandene Einträge werden nach SOA-Minimum bzw. SOA-TTL zwischengespeichert.
- Alte Umgebung: 48–72 Stunden weiterlaufen lassen; E-Mail-Postfächer getrennt migrieren.