Zuerst ausprobieren: die Link-Galaxie. Domain eingeben, auf „Galaxie kartieren“ drücken, und nach 20 bis 60 Sekunden dreht sich deine Website als Galaxie. Wer keine Domain zur Hand hat, nimmt den Demo-Knopf mit daniele-michelin.com.
So liest man die Galaxie
- Kern = Startseite: Von hier zählt der Workflow die Klicktiefe. Je weiter ein Stern vom Kern entfernt ist, desto mehr Klicks braucht ein Besucher, und ein Crawler.
- Stern = Seite: Die Größe zeigt die eingehenden internen Links. Große Sterne sind die Seiten, die du selbst am häufigsten verlinkst. Google liest das als Signal: Diese Seite ist wichtig.
- Farbe = Bereich: Jeder Bereich, also der erste Pfad-Abschnitt wie
/blogoder/tools, bildet einen eigenen Spiralarm. Sprachpräfixe wie/en/werden übersprungen, damit/en/blogbeim Blog landet. - Filamente = interne Links: Fährst du über einen Stern, leuchten seine Links nach außen in Cyan und die Links, die auf ihn zeigen, in Magenta. Ein Klick öffnet die Seite in einem neuen Tab.
- Schwarzes Loch = 4xx oder 5xx: Ein interner Link führt ins Leere. Die rote Akkretionsscheibe ist nicht zu übersehen, und genau so soll es sein.
- Komet = Weiterleitung: Der Link zeigt auf eine alte Adresse, der Server leitet weiter. Der Schweif zeigt vom Ziel weg.
- Planet am Rand = verwaiste Seite: Sie steht in der Sitemap, aber kein interner Link führt hin. Diese Planeten treiben langsam auf eigenen Bahnen um die Galaxie.
Daneben steht das Panel „Befunde“ mit allen Listen: defekte Links samt der Seite, auf der sie stehen, verwaiste Seiten, tiefe Seiten mit mehr als drei Klicks und die Top-Seiten nach eingehenden Links. Darunter liegt eine Tabelle mit jeder gecrawlten Seite. Sie ist die Textalternative zur Grafik und funktioniert auch mit Screenreader.
Was davon für SEO zählt
- Schwarze Löcher zuerst: Ein defekter interner Link verschenkt Linkkraft und schickt Besucher auf eine Fehlerseite. Die Liste zeigt dir für jeden Fehler die Seite, auf der der Link steht. Damit weißt du genau, wo du ihn korrigieren musst.
- Waisen verlinken: Eine Seite, die nur in der Sitemap steht, findet Google zwar, hält sie aber für unwichtig. Ein Link aus einer Übersicht oder einem passenden Artikel reicht oft schon.
- Tiefe senken: Seiten mit mehr als drei Klicks Abstand zur Startseite werden seltener gecrawlt. Übersichtsseiten, Kategorien oder ein Link im Menü holen sie näher an den Kern.
- Kometen einfangen: Eine Weiterleitung funktioniert, kostet aber eine zusätzliche Runde. Verlinke intern direkt auf die Zieladresse.
- Große Sterne prüfen: Die Top-Seiten nach eingehenden Links sollten die Seiten sein, mit denen du gefunden werden willst. Steht dort nur das Impressum, stimmt die Gewichtung nicht.
Aus diesen Befunden rechnet der Workflow eine Linkgesundheit von 0 bis 100. Defekte Links wiegen am schwersten, danach kommen Waisen, tiefe Seiten und Weiterleitungen. Die KI-Astronomin fasst das Ergebnis in drei bis vier Sätzen zusammen und nennt die wichtigste Baustelle.
Was der Workflow macht
- Webhook mit Vorprüfung: Bevor n8n überhaupt startet, prüft der Server die Domain: nur öffentliche Hostnamen, keine IP-Adressen, keine privaten Netze. Dazu kommen eine Pause zwischen zwei Galaxien und ein Limit pro Stunde.
- Sternwarte, ein leichter Crawler: Ein HTTP-Knoten ruft einen kleinen PHP-Crawler auf. Er liest zuerst die
robots.txtund hält sich daran, dann die Sitemap. Danach crawlt er höchstens 150 Seiten mit vier Anfragen gleichzeitig und kurzen Timeouts. Er bleibt auf dem geprüften Host, jede Anfrage geht an die vorher geprüfte öffentliche Adresse. Externe Links zählt er nur, er ruft sie nie ab. - Sternkarte berechnen: Ein Code-Knoten rechnet die Klicktiefe per Breitensuche ab der Startseite aus, dazu Links rein und raus, Bereiche, Fehler, Weiterleitungen, Waisen und tiefe Seiten. Die Links speichert er als Paare von Indizes, so bleibt das Ergebnis unter 150 KB.
- Sicht frei? Ein IF-Knoten prüft, ob der Crawl geklappt hat. Wenn nicht, spart sich der Workflow den KI-Aufruf, und die Seite zeigt eine verständliche Meldung.
- KI mit Regeln: Die Astronomin ist gpt-oss-120b bei IONOS in Deutschland. Sie bekommt nur Zahlen und Pfade und darf nichts erfinden. Antwortet sie nicht oder zu knapp, baut ein Code-Knoten das Logbuch nach einer Vorlage.
- Teilen mit Bild: Der Server speichert die Galaxie mit Nummer und Link und zeichnet ein Vorschaubild. WhatsApp und LinkedIn zeigen beim Teilen also die Galaxie und nicht nur einen Link.
Selbst bauen
Der Workflow liegt als JSON zum Importieren bereit. Platzhalter sind markiert: die Adresse des Crawlers, der Token und die Seite, die das Ergebnis annimmt. Den Crawler brauchst du als eigenen Endpunkt. Wichtig dabei: nur öffentliche Adressen zulassen, auf dem Host bleiben, robots.txt beachten und ein hartes Seitenlimit setzen. Für die KI reicht jede OpenAI-kompatible API.
Die Grafik braucht keine Bibliothek: Ein Canvas, eine selbst geschriebene 3D-Projektion, höchstens 60 Bilder pro Sekunde und eine ruhige Ansicht für alle, die reduzierte Bewegung eingestellt haben. Mehr Workflows zum Anklicken und Herunterladen gibt es in der n8n-Übersicht, und wer seine Website lieber als Stadt sieht, baut sie hier: Deine Website als Stadt.